Schnee passiert

Und shi(f)t happens – ich bin bekennender Nerd, ein Dezemberkind eben. Nehmt das, ihr Sommer-Fritzen!

„Warum schreibst du keine Film-Rezensionen? Dann würden mehr Leute dein Blog lesen.“ – Wohlmeinende Anregungen wie diese bekomme ich gelegentlich. Aber ich verwerfe sie immer. Ich war nie massentauglich, nie Publikumsliebling. Eher regelmäßig Mitarbeiter des Monats – der Abteilung „Kassengift“.

Dass ich diesen Titel nicht immer verdiene, entnahm ich am gestrigen Samstag-Abend der Google-Analyse meines YT-Kanals. Immerhin fünf meiner 53 öffentlich sichtbaren Videos haben sich im Laufe der Zeit jeweils mehr als 500 Views ergattert. Dass mein heimlicher Favorit Platz 3 belegt und demnächst die T-Grenze überspringen dürfte, freut mich. Und ich weiß, warum die Nummer 1 die Nummer 1 ist. Die bittere Wahrheit: Einen Renner aus demselben Studio wird es jedenfalls in absehbarer Zeit nicht geben.

Den Namen „Berliner Orgelnomade“ verdiene ich aktuell nicht. Aus meinen neun Instrumenten sind magere zwei geworden und die stehen auch nicht gerade auf dem stabilsten Orgelboden. Kirchenmusik ist und bleibt meine Leidenschaft. Dass 2021 zum „Jahr der Orgel“ erkoren wurde, schön. Bloß kann ich fast nichts dazu beitragen. Für alle Fälle bleiben die 40 Episoden meines Podcasts OTon B hier verfügbar.

Weil ich keinen Kirchenschlüssel habe, bleibe ich kirchenmusikalischer Amateur. Es hat seinen Grund, dass ich seit je her keine Orgel-Literatur spiele. Dafür müsste ich regelmäßig Gelegenheit zum Üben haben und dafür braucht es notwendigerweise einen Schlüssel zum Instrument samt umgebender Kirche. Alle mir bekannten Gotteshäuser sind an den Werktagen zugeschlossen und das nicht erst seit Beginn der Pandemie.

Was ich ständig verfügbar habe, ist mein E-Klavier. Ein uraltes Teil, seit 31 Jahren tut es Dienst bei mir. Die Taste „großes B“ streikt öfters mal. Kirchenmusiker wissen warum, sie wird ständig angeschlagen. Hand auf’s Herz, Mitschlagende, wir sind B-Tonarten-Fans. Wer’s nicht glaubt, gucke in den Gotteslob. Verzeiht, liebe Leser*innen, das waren wieder Worte für Millionen…

Nicht für Millionen, aber vielleicht doch für ein Dutzend Freunde von Laien-Musik habe ich eine kurze Improvisation für zwei Instrumente eingespielt. Richtig gelesen: für zwei Instrumente. Die ich natürlich nacheinander aufgenommen habe. Und beim Video-Schnitt kam noch ein Natur-Orchester dazu. Aber hört selbst, wenn Ihr Lust habt. Und ich freue mich über eure Töne, egal ob hier zu lesen oder bei Euch zu hören.

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